Die Technik hinter PCs und Smartphones – L.A.N. unterstützt Nachbau von Konrad Zuses Addierwerk

29.10.2012
Prof. Timm Grams (links) erklärt die Funktionsweise des Z1-Addierwerks.Klicken um Bild zu vergrößern

Prof. Timm Grams (links) erläutert Michael Haeuser (Mitte) und Esmail Akbari (rechts), wie das Addierwerk der Z1 funktioniert.

Handys und Computer sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch wie die Geräte eigentlich arbeiten, weiß kaum jemand. Das Konrad-Zuse-Museum in Hünfeld (Landkreis Fulda) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die komplizierte Computertechnik möglichst einfach und anschaulich zu erklären. Am Donnerstag hat das Museum ein neues Modell vorgestellt: das sogenannte Addierwerk der Rechenmaschine Z1 von Konrad Zuse. Das Interessante daran ist: Obwohl die Technik dahinter bereits mehr als 70 Jahre alt ist, wird sie noch heute genutzt. Sie steckt zum Beispiel auch in Smartphones und Tablet-PCs.


Das Addierwerk ist ein wichtiger Bestandteil eines Rechenwerks. Das Modell, das nun in Hünfeld ausgestellt wird, ist ein Nachbau von Zuses Addierwerk für die Rechenmaschine Z1, das noch mechanisch funktionierte. Computer-L.A.N. hat den Bau des Modells als Sponsor unterstützt.


Prof. Timm Grams, der am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der Hochschule Fulda lehrt, hat die Vorlage für das Model geliefert. Gebaut wurde es von Andreas Samuel („Zuseum Bautzen“). Das Modell liefere einen „enormen Beitrag zum Verständnis, wie das Addierwerk meines Vaters tatsächlich gearbeitet hat“, sagte Prof. Horst Zuse, der Sohn des berühmten Ingenieurs und Tüftlers.


Als er damals in seiner ersten Heimat Iran sein Abitur in Mathematik gemacht habe, hätte er sich nicht träumen lassen, einmal hier im Konrad-Zuse-Museum als Sponsor zu stehen, sagte Esmail Akbari in seinem Grußwort. Heute könne der Diplom-Informatiker mit Computer-L.A.N. solche sinnvollen Projekte unterstützen und dazu beitragen, das technische Verständnis besonders von jungen Leuten zu fördern..


Konrad Zuse gilt als Erfinder des Computers. Seine Rechenmaschine Z3, die er 1941 fertiggestellt hat, war der erste voll funktionsfähige programmgesteuerte Rechner der Welt.

 

Lesen Sie dazu auch einen Bericht der Fuldaer Zeitung in unserem Pressespiegel.