Vorsicht bei Rückrechnungen/ Signaturpflicht fällt weg

05.01.2012
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Wenn Sie eine Rückrechnung im Jahr 2011 vornehmen, besteht die Gefahr, dass der neue Tätigkeitsschlüssel 2010 in der Periode 12/2011 gelöscht wird.


Beispiel: Der Mandant wurde bis einschließlich 11/2011 abgeschlossen. Der Tätigkeitsschlüssel 2010 wurde nach dem Periodenabschluss 11/2011 für alle Mitarbeiter gepflegt, also in der Periode 12/2011. Im Anschluss werden per Rückrechnung Daten im Personalstamm geändert, zum Beispiel bei der Steuerklasse ab 09/2011.


Problem: In dieser Periode ist der neue Tätigkeitsschlüssel noch nicht enthalten. Wenn Sie jetzt die Stammdatenänderung in der Rückrechnung speichern, werden die Änderungen bis 12/2011 übergeben und damit auch das leere Feld aus 09/2011 für den neuen Tätigkeitsschlüssel.

Lösung: Kopieren Sie zunächst den Tätigkeitsschlüssel aus der Periode 12/2011. Nehmen Sie dann die gewünschten Änderungen in der Rückrechnung vor. Jetzt fügen Sie den neuen Tätigkeitsschlüssel ein und speichern alles.

Keine Signaturpflicht mehr bei elektronischen Rechnungen

Durch das Steuervereinfachungsgesetz vom 1. November 2011 sind die Anforderungen für die elektronische Übermittlung von Rechnungen rückwirkend zum 1. Juli 2011 vereinfacht worden. Die elektronische Rechnung und die Papierrechnung sind nun umsatzsteuerlich gleichgestellt. Wenn der Empfänger zugestimmt hat, können Unternehmen selbst entscheiden, auf welche Weise sie Rechnungen übermitteln. 

Eine elektronische Rechnung liegt nun vor, wenn sie in einem elektronischen Format ausgestellt und elektronisch empfangen wird. Hierunter fallen Rechnungen, die per E-Mail (auch als PDF- oder Textdatei-Anhang), per Computer-Telefax oder Fax-Server, per Web-Download oder im Zuge des Datenträgeraustauschs (EDI) verschickt werden. Auch DE-Mail oder E-Post können nun für die elektronische Übermittlung eingesetzt werden. Wichtig: Eine Signatur kann weiterhin verwendet werden, ist aber nicht mehr vorgeschrieben.


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