Zehn Tipps gegen Online-Betrug und Datenklau: So kommen Sie sicher durch die Weihnachtszeit

19.12.2012

Die Zeit vor Weihnachten ist die Zeit, in der wir Plätzchen backen, Glühwein trinken – und einkaufen. Außer bei den Einzelhändlern brummt das Geschäft auch online. Laut dem IT-Branchenverband BITKOM kauft mittlerweile fast die Hälfte (47 Prozent) aller Internetnutzer in Deutschland Weihnachtsgeschenke im Internet. Darauf stellen sich auch Kriminelle ein. Mit immer neuen Tricks versuchen sie, an sensible Daten zu kommen oder Käufer übers Ohr zu hauen. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, sich vor Betrügern und Datendiebstahl zu schützen.

1.    Mit Preissuchmaschinen auf Schnäppchen-Jagd

Der Grundsatz lautet hier: Der Händler mit den niedrigsten Preise ist selten der beste. Wenn Sie Preissuchmaschinen wie guenstiger.de oder idealo.de nutzen, sollten Sie die Angebote genau unter die Lupe nehmen. Achten Sie auf die Lieferzeit. Ist keine angegeben, fragen Sie nach und lassen Sie sich den Liefertermin per E-Mail verbindlich bestätigen. Kalkulieren Sie die Versandkosten und zusätzliche Gebühren in den Preis mit ein.

Auch ein Blick in die AGB kann sich lohnen.

2.    So erkennen Sie einen seriösen Online-Shop

Seiten, die das Gütesiegel „Trusted Shops“, „Safer Shopping“ (TÜV Süd), „Geprüfter Onlineshop“ oder „Datenschutz Cert“ tragen, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit vertrauenswürdig. Auf den Seiten trustedshops.de und safer-shopping.de können Sie sich einen Überblick über seriöse Shops verschaffen.
Achten Sie zudem darauf, ob die sogenannte top-level-domain passt. Die Adressen von Shops mit Sitz in Deutschland enden meist auf „.de“.  Vorsicht ist bei Seiten geboten, die voller Rechtschreib- und Grammatikfehler sind.

3.    Bezahlen im Internet

Wenn Sie in einem Online-Shop Ihre Bankdaten oder die Kreditkartennummer angeben, achten Sie darauf, dass die Daten in Ihrem Browser verschlüsselt übertragen werden Diese „SSL“-Verschlüsselung erkennen Sie an dem Vorhängeschloss in der Status- bzw. Adresszeile und der Abkürzung „https“ vor der eingegebenen Adresse.

4.    Phishing

In der Weihnachtszeit sind viele Betrüger aktiv. Mithilfe von gefälschten E-Mails versuchen sie, an sensible Daten wie Kreditkarten-Angaben, Bankverbindungen oder TANs zu kommen. Seien Sie misstrauisch, wenn Sie E-Mails von ihrer Bank, dem Kreditkartenanbieter oder PayPal bekommen. Ein seriöses Unternehmen wird Sie niemals per E-Mail dazu auffordern, darin angeführte Links anzuklicken und dort vertrauliche Daten einzugeben.  Wenn Sie nicht sicher sind, ob die Nachricht echt ist, fragen Sie direkt beim betreffenden Unternehmen nach.

5.    Soziale Netzwerke

Viele Menschen nutzen die freien Tage, um Kontakte zu pflegen. Das wissen auch Kriminelle. Seien Sie deshalb gerade jetzt vorsichtig, wenn Sie Freundschaftsanfragen von Unbekannten bekommen. Falls es einem Betrüger gelingt, dass Sie eine Freundschaftsanfrage akzeptieren und dann eine gefälschte Applikation installieren, kann er Nachrichten, Links und Apps an Ihre Kontakte senden – auch mit schädlichem Inhalt.

6.    Gewinnspiele und Geschenke

Seien Sie misstrauisch bei Gewinnspielen. Wenn Sie dafür Ihre Handy-Nummer angeben sollen, lohnt sich der Blick ins Kleingedruckte. Sind die Teilnahmebedingungen in kaum lesbarer Schrift an einem schwer zugänglichen Bereich der Website versteckt, handelt es sich vielleicht eine Abo-Falle.
In virtuellen Geschenken, die vor allem in sozialen Netzwerken verschickt werden, kann Schadsoftware stecken. Prüfen Sie deshalb, woher sie kommen und ob sie vertrauenswürdig sind. Im Zweifel lieber ablehnen.

7.    Gefährliche Grußkarten

Zur Weihnachtszeit werden viele Grußkarten verschickt. Doch hier lauert Gefahr: Betrüger verschicken mit den Mails infizierte Anhänge. Löschen Sie deshalb digitale Grußkarten und E-Mail-Weihnachtsgrüße von Unbekannten, ohne sie zu lesen. Klicken Sie keine Links an und öffnen Sie Dateianhänge auf keinen Fall.

8.    Apps für Smartphones und Tablets

Laden Sie Anwendungen nur von vertrauenswürdigen Seiten herunter, z. B. aus Google Play bei Android-Geräten oder direkt beim Hersteller. Lesen Sie sich vor dem Installieren durch, auf welche Daten die jeweilige App zugreift. Im Zweifel sollten Sie sich fragen: Brauche ich diese App wirklich?

9.    Passwörter

Ein guter Vorsatz fürs neue Jahr: nur noch sichere Passwörter verwenden. Wählen Sie eine Folge von Ziffern, Sonderzeichen und Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung. Verzichten Sie auf Begriffe, die in Wörterbüchern zu finden sind. Wichtig: Verwenden Sie das Passwort eines wichtigen Kontos (zum Beispiel bei Ebay, Amazon oder Ihrem Mail-Anbieter) auf keinen Fall bei anderen Accounts.

10.    Betriebssystem und Software aktuell halten

Wer zu Weihnachten einen Laptop oder ein Tablet unterm Weihnachtsbaum findet, sollte am besten von Anfang an auf Sicherheit setzen. Laden Sie die neuesten Aktualisierungen für das Anti-Viren-Programm, den Browser und Plug-Ins (vor allem Flash und Java) herunter. Ihr Betriebssystem sollte ebenfalls stets auf dem neuesten Stand sein. Dabei hilft die Funktion „Automatische Update“ in der Systemsteuerung. Sorgen Sie auch an ihrem Arbeitsplatz dafür, dass die Software auf Ihrem Rechner regelmäßig aktualisiert wird. Zu Updates für Sage-Produkte und den  Haus- und SeminarManager beraten wir Sie gerne.